Vliesstoffe mit Zellstoff (Pulp) finden zunehmend Anwendung in Hygieneprodukten wie trockenen und feuchten Reinigungstüchern und feuchtem Toilettenpapier. Die Verarbeitung der sehr kurzen Zellstofffasern erfordert spezielle Konzepte für Vliesbildung und ‑verfestigung – genau hier setzen unsere Anlagenkonzepte an.
In WLS‑Prozessen - Wet-laid/Spunlace - wird das gesamte Vlies nassgelegt und anschließend wasserstrahlverfestigt – ideal für spülbare Produkte, d.h. feuchtes Toilettenpapier, aber auch für Wischtücher mit höheren Festigkeiten. CP‑Prozesse, also Carded/Pulp, kombinieren eine nassgelegte Zellstofflage mit einer Krempellage aus längeren Fasern, die gemeinsam durch Hochdruck-Wasserstrahlen verfestigt werden. Endprodukte sind in beiden Fällen Tücher für die Baby- und Körperpflege.
Unser Anlagenkonzept ermöglicht maximale Produktflexibilität, so dass auch CPC- (Carded/Pulp/Carded), CAC- (Carded/Airlaid/Carded) und SPC- (Spunbond/Pulp/Carded) Produkte realisiert werden können.
Zellstoff ist das Grundmaterial der Papierindustrie und daher preiswert und überall auf der Welt verfügbar.
Allerdings besteht ein mechanisch verfestigter, zellstoffbasierter Vliesstoff nie aus 100% Zellstoff - es muss immer ein Anteil längerer Fasern hinzugefügt werden, um einen festen Vliesstoff zu sicherzustellen.
Ausgangsmaterialien sind:
Zellstoff ist das Grundmaterial der Papierindustrie und daher preiswert und überall auf der Welt verfügbar.
Allerdings besteht ein mechanisch verfestigter, zellstoffbasierter Vliesstoff nie aus 100% Zellstoff - es muss immer ein Anteil längerer Fasern, z.B. Viskose, Lyocell, Polyester, hinzugefügt werden, um die nötige Festigkeit des Endprodukts sicherzustellen.
NBSK Zellstoff aus Nadelbaum-Plantagenholz von Kiefer und Fichte
Holzfreier Zellstoff beispielsweise aus Bambus
Zellulose-basierte Chemiefasern wie Viskose oder Lyocell
Natur- oder Chemiefasern, die in Wasser dispergiert werden können
Aus erneuerbaren Rohstoffen
Zellstoff aus Holz oder schnellwachsende Pflanzen – kombiniert mit Viskose oder Lyocell
Biologisch abbaubar
Zellulosebasierte Vliesstoffe zersetzen sich im Boden in 10–12 Wochen vollständig – ohne dass Mikroplastik entsteht
Kleiner CO₂‑Fußabdruck
Zellstoff bietet eine günstige CO₂‑Bilanz durch biogenen Kohlenstoff
Zukunftssicher
Strengere Regeln zu Mikroplastik und Umweltverträglichkeit fördern nachhaltige Alternativen
WLS- und CP-Vliesstoffe sowie andere Kompositvlesstoffe mit einer Zellstofflage, z.B. CPC, CAC und SPC, werden zu Reinigungstüchern konvertiert. Im Handel verfügbar sind:
WLS strukturiertes Reinigungstuch
60 gsm
80% Pulp / 20% Lyocell
CP Reinigungstuch
60 gsm
80% Pulp ungebleicht / 20% Lyocell
CP 2-seitiges Reinigungstuch
45 gsm
25 gsm Pulp ungebleicht / 20 gsm Viskose
Mehrere Prozessschritte des "normalen" Produktionsprozesses müssen angepasst werden, um Zellstoff effizient zu verarbeiten. Die Endprodukte sind Massenware - die Herstellung muss also möglichst preisgünstig, d.h. schnell, energiearm und verlustfrei erfolgen.
Vliesbildung
Schon früh hat unser Partner Voith seine bewährte Nasslege‑Technologie für die Herstellung von Spezialvliesstoffen weiterentwickelt. Die Blattbildungstechnologie von Voith erzeugt in WLS und CP-Anlagen ein homogenes Vlies entweder aus 100% Zellstoff (für CP‑Prozesse) oder aus einer Mischung aus Zellstoff und weiteren Kurzfasern (z. B. Zellulosefasern, PET usw.). In CP-Prozessen führt unsere TWF-NCT-X-Krempel dem Gesamtprozess eine weitere Vliesschicht zu.
Das Ergebnis: gleichmäßige Flächengewichte, reproduzierbare Qualitäten sowie exzellente Optik und Haptik.
Vliesverfestigung
Die Wasserstrahlverfestigung mit unserem AquaJet verbindet die Fasern - und optionale Vliesschichten - rein mechanisch.
Das ermöglicht: weiche, saugfähige und zugleich feste Vliesstoffe ohne chemische Binder.
Trocknung
Zellstoff nimmt bei der Wasserstrahlverfestigung sehr viel Wasser auf. Der Vliesstoff kann aber nur zum Teil mechanisch entwässert werden, um Vliesstruktur und -volumen nicht zu zerstören. Mit dem MPD (Modular High-Performance Dryer) bieten wir einen leistungsstarken, energieeffizienten Trockner für diesen Prozessschritt.
Das Ergebnis: jeder Vliesstoff wird punktgenau getrocknet, so dass die gewünschten Eigenschaften erhalten bleiben.
Wir bieten bewährte Maschinen und effiziente Produktionslinienkonzepte für pulpbasierte Nonwovens.
Flächengewichte: 30–100 gsm
Fasern: Zellstoff, (Kurzschnitt)Fasern aus Viskose, Lyocell, Polyester
Output: >20.000 t/Jahr
(abhängig von Fasertyp, Vliesgewicht und Arbeitsbreite)
Endprodukte: feuchtes Toilettenpapier, feuchte Baby- & Körperpflegetücherflege
WLS ist das ideale Konzept für Hersteller, die spülbare oder auch feste Vliesstoffe aus Zellstoff und Kurzfasern produzieren möchten – bei maximaler Produktivität und minimalem Materialverlust.
Unsere bevorzugte Mischung besteht aus NBSK‑Zellstoff aus Nadelholz und 8–12 mm langen Viskose-, Lyocell- oder PET-Fasern.
Eine Nass-in-Nass-Anlage für spülbare oder feste Reinigungstücher
CP‑Anlagen eignen sich besonders für Hersteller, die unterschiedliche Vliesstofftypen auf einer Linie produzieren wollen – vom kosteneffizienten, zellstoffbasierten Produkt über klassische, wasserstrahlverfestigten Krempelvliesstoffe bis hin zu anspruchsvollen Kompositmaterialien.
Mehrlagige Kompositvliesstoffe
Auf Basis der CP‑Technologie lassen sich weitere mehrlagige Kompositvliesstoffe herstellen. Diese Grundkonfiguration aus Former und Krempel kann gezielt erweitert werden, etwa durch eine zusätzliche Krempel zur Herstellung von CPC‑Vliesstoffen (Carded/Pulp/Carded) für Premiums-Reinigungstücher. Ein CAC-Vliesstoff entsteht durch Einsatz eines Airlaid-Formers. Alternativ können dem CP‑Prozess über Abwickler weitere Materiallagen zugeführt werden - durch Zuführung eines Spinnvlieses entsteht z.B. ein SPC‑Vliesstoff (Spunbond/Pulp/Carded).
Diese Kompositvliesstoffe erweitern das Produktspektrum von CP‑Anlagen und unterstreichen deren Flexibilität.
Eine CP-Anlage für Krempel-, nassgelegte WLS- sowie für CP-Kompositvliesstoffe
Vliesstoffe mit einem Zellstoffanteil eröffnen Herstellern neue Wege, um Nachhaltigkeit, Funktionalität und Wirtschaftlichkeit in Einklang zu bringen. Weltweit verschärfen Märkte und Gesetzgeber die Anforderungen an biologische Abbaubarkeit, Mikroplastikfreiheit und Umweltverträglichkeit – mit direkten Auswirkungen auf Hygieneprodukte wie Baby‑ und Körperreinigungstücher und insbesondere auf flushable Qualitäten.
Mit pulp‑basierten WLS‑ und CP‑Substraten lassen sich diese steigenden Anforderungen zuverlässig erfüllen und Produktportfolios langfristig absichern. Trützschler begleitet Hersteller dabei nicht nur technologisch, sondern strategisch – von ersten Versuchen über die Linienkonzeption bis zur skalierbaren Serienproduktion.